Monarchie und Parlament in der politischen Theorie nach dem Wiener Kongress

Der Wiener Kongress wurde von dem Grundgedanken geleitet, sowohl Krieg als auch Revolutionen zu vermeiden und ein Gleichgewicht der Mächte in Europa wiederherzustellen. Dies implizierte in mehrerer Hinsicht eine Fokussierung auf die politische Funktion der Monarchie sowie auf ihre zentrale Bedeutun...

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Bibliographic Details
Main Author: Cristiana Senigaglia
Format: Article
Language:deu
Published: Adam Mickiewicz University 2009-12-01
Series:Czasopismo Prawno-Historyczne
Subjects:
Online Access:https://pressto.amu.edu.pl/index.php/cph/article/view/41609
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Description
Summary:Der Wiener Kongress wurde von dem Grundgedanken geleitet, sowohl Krieg als auch Revolutionen zu vermeiden und ein Gleichgewicht der Mächte in Europa wiederherzustellen. Dies implizierte in mehrerer Hinsicht eine Fokussierung auf die politische Funktion der Monarchie sowie auf ihre zentrale Bedeutung für die Erhaltung des Friedens und der Staatenordnung, welche man sich von der Wiederherstellung der prärevolutionären Herrschaftsverhältnissen versprach. In der inneren Politik wurde das Prinzip der Legitimität behauptet, was die Restauration der alten Ordnung und insbesondere der Monarchien in den Staaten, die vor der Französischen Revolution von einem König regiert worden waren, bedeutete. In der äußeren Politik wurde gleicherweise ein System des Gleichgewichtes eingeführt, welches auf der einen Seite die Entstehung einer einzigen Hegemonialmacht verhinderte und auf der anderen Seite aber internationale Bündnisse (die Heilige Allianz und die Quadrupelallianz) mit Versprechen auf gegenseitige Hilfe und Solidarität begründete, welche die reziproke Unterstützung der Monarchen in inneren Angelegenheiten rechtlich sicherten.
ISSN:0070-2471
2720-2186